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BORG MistelbachAktuellesAlles Chemie: 6Cn auf den Spuren alter Künstler

Alles Chemie: 6Cn auf den Spuren alter Künstler

Nach Vorarbeiten im Chemie- und BE-Unterricht begab sich die 6Cn in Begleitung von Mag. Annette Hale und Mag. Doris Kumhofer in die Akademie der bildenden Künste, um RestauratorInnen bei der Arbeit zuzusehen und die eigenen Werke "unter die Lupe" zu nehmen.

Der erste Teil des Programms beinhaltete Informationen über die wichtigsten Teilbereiche des Studiums Konservierung und Restaurierung: Gemälde/Skulptur, Objekte - Schwerpunkt Holz, Papier/Foto/Buch, Wandmalerei und zeitgenössische Kunst. Zu jedem Teilbereich arbeiten StudentInnen schon direkt während des Studiums an den wertvollen Objekten, zB einem riesigen Gemälde einer Stiftssammlung, an der Restauration einer alten Bibel aus Privatbesitz oder einem 3000 Jahre alten Mumien-Sarkopharg-Deckel aus Ägypten (Besitz Kunsthistorisches Museum Wien). Interessant war auf jeden Fall die Tatsache, dass fast die Hälfte der Lehrinhalte chemischer Natur sind! (Farbstoff- und Pigmentlehre, Materialchemie usw.)

Der zweite Programmteil bezog direkt die Arbeiten der SchülerInnen mit ein. Die 6Cn hatte zuvor im Fach "Chemie Labor" das Pigment Malachit selbst synthetisiert, dann in Bildnerischer Erziehung daraus Ei-Temperafarbe hergestellt, um schließlich damit zu malen. Diese Kunstwerke wurden nun vor Ort verschiedenen spektroskopischen Untersuchungen unterzogen (Infrarot-Spektroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse), um festzustellen, ob nun auch wirklich mit Malachit gearbeitet wurde. Und tatsächlich konnten die verschiedenen Bestandteile der Farbmischung erkannt werden!

In der Praxis sind die Untersuchungen wichtig, um Pigmente zu identifizieren und so die richtigen Materialien zur Restaurierung verwenden zu können, aber auch, um zB Fälschungen erkennen zu können.

Mag. Doris Kumhofer

Schülerkommentare unzensiert:
Ich hätte die Geduld dafür nicht.
Interessant, dass Kunst auch Naturwissenschaften so einbezieht.
Viele Informationen, zu viel herumstehen
Interessant, aber mir fehlt die Geduld dazu.
Faszinierend, wie viel Arbeit dahinter steckt.
Es war interessant, aber ich würde es nicht machen.
Sehr interessantes Themengebiet, das viel Präzision verlangt.